Gastroösophagealer Reflux - Mögliche Folgen

Mögliche Folgen der gastroösophagealen Refluxkrankheit sind im folgenden aufgeführt. Diese treten natürlich nicht bei jedem Patienten mit Sodbrennen auf, sollten jedoch beachtet werden.

 

Refluxösophagitis – Entzündung der Speiseröhre


Als Folge einer Refluxerkrankung kann es zu einer sogenannten Refluxösophagitis kommen. Dabei handelt es sich um eine Entzündung des Epithels der Speiseröhre.

Unter dem Mikroskop erkennt man Entzündungszellen, mit dem bloßen Auge kann man Verletzungen der Schleimhaut erkennen.

Durch eine Endoskopie lässt sich das Ausmaß der Refluxösophagitis abschätzen.

 

Endoskopische Sicht auf eine Ösophagitis: Die geröteten Stellen (1) entsprechen der Entzündung der Speiseröhrenschleimhaut. (2) entspricht normaler Schleimhaut.


Während der Heilung kann es zu einer Umwandlung des Epithels (Gewebe, das Flächen des Körpers auskleidet) kommen. Wenn dies passiert, spricht man von einem Endobrachyösophagus, dem sogenannten Barrett-Ösophagus .

 

 

Barrett-Ösophagus und Krebsentstehung


Beim Barrett-Ösophagus handelt es sich um eine Umwandlung des normalen Epithels der Speiseröhre hin zu einer anderen Form. Dies entsteht bei der Abheilung von Defekten, die durch eine Refluxösophagitis entstanden sind. An den Rändern dieser umgebauten Zone können nun wiederum weitere Defekte entstehen, die schlimmstenfalls zu einer Verengung der Speiseröhre führen.
Außerdem besteht beim vorliegen eines Barrett-Ösophagus ein erhöhtes Risiko an einem Adenokarzinom (Krebs, der aus  bestimmten Zellen hervorgegangen ist) der Speiseröhre zu erkranken.

Nicht jeder Patient mit einem Barrett-Ösophagus erkrankt an Krebs. Jedoch ist es wichtig, nach der Diagnose eines Barrett-Ösophagus regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchzuführen.

Aufgrund dieser möglichen Folgen ist es sehr wichtig die Refluxerkrankung „nicht auf die leichte Schulter“ zu nehmen und so sollte bei häufigem Sodbrennen ein Arzt aufgesucht werden.