Was muss ich nach der Operation bezüglich körperlicher Aktivitäten beachten ?

 

Sie sollten das Heben von schweren Gegenständen wie Koffer, Einkaufstaschen oder Getränkekisten vermeiden. Erlaubt sind Lasten bis zu 5 kg in den ersten 4 Monaten. Bitte verteilen Sie die Gewichte auf beide Seiten oder durch beidhändiges Tragen.

Schützen Sie Ihren operierten Bereich vor äußeren Gefahren, die zu Verletzungen führen könnten. Dazu gehören beispielsweise Ansammlungen von größeren Menschenmengen (Konzerte, Kirmes, Weihnachtsmärkte etc.), Stürze auf unebenen Wegen oder bei Glatteis sowie die Ausübung sämtlicher Sportarten mit Ballkontakt, gegnerischem Kontakt usw.

Verzichten Sie zunächst auf intensive körperliche Belastungen im Alltag. Dazu können Tätigkeiten wie Fensterputzen, Staubsaugen, Gartenarbeit oder Schneeräumen gehören.

Bis zur vollständigen Wundheilung sollten Übungen zur Stärkung von Bauch- und Rückenmuskulatur unter physiotherapeutischer Anleitung erfolgen. Ein leichtes tägliches Training ist sinnvoll. Nordic Walking, Schwimmen, Wassergymnastik, Radfahren und Ergometertraining und andere Sportarten sollten in dieser Zeit nur nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt durchgeführt werden.

Unbedingt vermeiden sollten Sie ruckartige, reißende und zu schnelle Bewegungen. Sportarten wie z.B. Tennis, Golf oder Volleyball sollten im ersten halben Jahr nicht ausgeführt werden! Bei auftretenden Schmerzen nach Belastung oder Training halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten. Erhöhen Sie die Belastungen im Training phasenweise, aber langsam.

 

Hinweise zu physiotherapeutischen Übungen nach einer Bauchoperation:

Die Atmung, Beweglichkeit und Stabilität, sowie die Rücken-, Bauch- und Beckenbodenmuskulatur und natürlich auch die Narbe selbst spielen nach operativen Eingriffen am Bauch eine große Rolle.

Sowohl die Fachabteilung der Reha-Klinik ais auch der heimische Physiotherapeut Ihrer Wahl werden Ihnen geeignete Übungen für Ihren jeweils aktuellen Leistungsstand und Ihr Befinden aufzeigen und ggf. eine Anpassung vornehmen.

 

Empfehlung für Patienten:

Die Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie (OTT)

Im Jahr 2012 gründeten das CIO, die Uniklinik Köln und die Deutsche Sporthochschule Köln ein bewegungstherapeutisches Trainingszentrum auschließlich für onkologische Patienten. Dort wird die onkologische Trainings- und Bewegungstherapie (OTT) angeboten.

Früher galt für Krebspatienten: möglichst schonen und wenig Belastung. Das ist mittlerweile überholt. Heute sind Mediziner und Wissenschaftler von einem positiven Zusammenhang von körperlicher Aktivität und der Verfassung bzw. Psyche von Krebspatienten überzeugt. Auf ca. 110 Quadratmetern werden Krebspatienten im CIO Köln durch erfahrene und speziell qualifizierte Therapeuten im Rahmen der Versorgung aber auch von wissenschaftlichen Studien trainiert.

Die Trainingsfläche ist mit verschiedenen Trainingsgeräten zum Kraft- und Ausdauertraining mit einem Chipkarten-System ausgestattet. Alle Patienten erhalten eine Chipkarte mit gespeicherten Daten zu den Trainingsintensitäten und Geräteeinstellungen und trainieren so entsprechend ihrer Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit. Das Chipkarten-gesteuerte Training ermöglicht eine sehr selbstständige und unkomplizierte Trainingsform. 

 

Sie haben Interesse, auf der Fläche der Onkologischen Trainings- und Bewegungstherapie zu trainieren?

 

Das Trainingsangebot richtet sich im Besonderen an Patienten, die derzeit und/oder in Zukunft im Rahmen einer onkologischen Erkrankung in medizinischer Behandlung sind. Auch nach Ende der medizinischen Behandlung können die Patienten im Rahmen der Nachsorge noch für mindestens 12 Wochen auf der OTT trainieren. Im Anschluss werden im gemeinsamen Dialog Möglichkeiten gesucht, zukünftig weiter sportlich aktiv zu bleiben und zielgerecht zu trainieren. Eine Möglichkeit ist z. B. die Fortführung des Trainings bei einem OTT-zertifizierten Therapeuten in Ihrer Nähe.

 

Die personalisierte Bewegungstherapie

Das Training auf der OTT beginnt mit einem Termin für ein Erstgespräch zur Anamnese und eine erste Geräteeinstellung unter Anleitung eines Therapeuten.

Das Anamnesegespräch erfasst neben der onkologischen Diagnose und dem Behandlungsprotokoll auch die auftretenden Nebenwirkungen der Therapie, weitere bewegungstherapeutisch relevante Erkrankungen und die Zielsetzungen der Patienten. Diese Informationen werden in einem personalisierten Trainingsplan eingebunden und auf der Chipkarte gespeichert.

 

 Kontaktdaten:

 

 AG "Onkologische Bewegungsmedizin"

 Leitung: Prof. Dr. Freerk Baumann

CIO / Centrum für Integrierte Onkologie  (Gebäude 70)

6. Etage, Raum 37

Kerpener Str. 62

50937 Köln

Tel: 0221 - 478 - 42649

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

Leitung: PD Dr. Thomas Elter

Bettenhaus, Ebene 5, Raum 21

Kerpener Str. 62

50937 Köln

Tel: 0221 - 478 - 5001

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